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Nik P.

"Ich muss die Musik spüren..."

Zwei Jahre nach "Löwenherz" veröffentlichte Nik P. im Sommer sein neues Album "Da oben #16" und stieg damit in den österreichischen Album Charts direkt auf Platz eins ein. Wir haben uns aus diesem Anlass mit dem Schlagerstar zum Interview getroffen und mit ihm über die neue CD, seine Liveband und sein Verhältnis zu DJ Ötzi gesprochen.

ÖMM: Neun Jahre nach "Ein Stern" haben DJ Ötzi und du heuer wieder gemeinsame Sache gemacht. Wie ist es da zu "Geboren um dich zu lieben" gekommen?

Nik P.: Die Idee ist von ihm gekommen, er war im Vorjahr auf meiner Österreich-Tour beim Konzert in Salzburg, hat dort das Lied "Geboren um dich zu lieben" gehört und das hat ihm so gut gefallen, dass er mir vorgeschlagen hat das Ding für ihn als Comeback zu versuchen. Was nach der Veröffentlichung abgegangen ist war unglaublich, wir haben echt wieder einen Akzent gesetzt.

ÖMM: Wie erklärst du dir, dass ihr zwei imDuett so gut ankommt?

Nik P.: Keine Ahnung, ganz ehrlich, ich kann es dir nicht sagen. Wenn wir gemeinsam auf die Bühne gehen, dann hat das eine gewisse Kraft und die spürt auch das Publikum. Es gab unglaublich viele positive Reaktionen von Fans, die gesagt haben, dass sie sich freuen, dass wir wieder was gemacht haben, aber ich muss trotzdem ganz klar sagen, dass es für mich kein Zukunftsprojekt sein wird. Ich konzentriere mich auf meine Sachen…

ÖMM: Das heißt eine gemeinsame CD mit ihm kommt für dich nicht in Frage?

Nik P.: Das ist für mich nicht vorstellbar. Ich habe eine Art Musik zu machen, die doch ein bisschen entfernt ist von der von DJ Ötzi und habe da auch gar kein Interesse an irgendeinem Album. Mit "Geboren um dich zu lieben" ist uns wieder etwas Großes gelungen und sollte es wieder einmal passen, kann es sicher noch einmal eine Single von uns geben, aber geplant ist derzeit nichts.

ÖMM: Lass uns zu deinem neuen Album kommen. Neben neuen Songs, gibt‘s darauf auch neue Versionen alter Nik-P.-Hits. Ein vorgezogenes Best-of zu deinem 20-jährigen Jubiläum 2017?

Nik P.: Nein, das hat überhaupt nichts mit dem Jubiläum zu tun. Mir ist immer aufgefallen, dass es bei mir zwischen Deutschland und Österreich große Unterschiede gibt. Wenn ich in Deutschland auf Tour bin spiele ich immer ein ganz anderes Programm, weil man dort alles was vor 2006 passiert ist gar nicht kennt. Da sind aber für mich inhaltlich sehr wertvolle Songs dabei wie "Der alte Mann", "Frieden" oder "Harte Zeiten", die zum Teil sogar hier in Österreich schon in Vergessenheit geraten sind. Darum hatte ich die Idee, diese Lieder neu aufzunehmen, mit einem neuen kreativen Team und bin deshalb für die Aufnahmen sogar in die USA geflogen, um ihnen einen komplett neuen Schliff zu geben.

ÖMM: War es schwer für dich, die Auswahl alter Lieder zu treffen?

Nik P.: Überhaupt nicht, da ich genau gewusst habe was ich will: nämlich jene, bereits angesprochenen Nummern wie "Frieden", das ich vor mittlerweile 18 Jahren aufgenommen habe und das ich unbedingt auf dem Album haben wollte, weil wir gerade in einer Zeit leben, in der wir mit Terror und Krieg fast täglich konfrontiert werden und ich mir als Vater von vier Kindern auch ein bisschen Sorgen um die Zukunft mache. Ich will da nicht untätig zusehen, sondern auf der Bühne auch meine Popularität nützen und aufzeigen, dass wir etwas tun müssen.

ÖMM: Mittlerweile ist es sehr populär geworden, dass Schlagersänger mit Band auftreten. Du machst das seit vielen Jahren, warum eigentlich?

Nik P.: Das war für mich immer wichtig und ich glaube, dass ich diesbezüglich vielleicht auch ein bisschen ein Vorreiter war. Für mich war immer wichtig, dass die Musik auf der Bühne lebt und ich habe es gehasst, wenn ich hin und wieder Halbplayback singen musste, weil das überhaupt nicht mein Ding ist und ich mir da richtig schwer tue. Ich brauche den Schlagzeuger hinter mir, meine Band, damit ich die Musik auch spüre und deshalb habe ich das von Anfang an durchgezogen. Natürlich hat es auch immer mit Geld zu tun, aber das war mir nie so wichtig wie der Umstand, dass der Vortrag meiner Musik stimmt.

ÖMM: "Da oben #16" ganz modern mit Hashtag im Namen...

Nik P.: Hashtag (lacht). Nein, Nummer. Für mich bedeutet das Zeichen Nummer und Nummer 16 deshalb, weil es mein 16. Album ist und das im Jahr 2016 mit 16 Titeln drauf. Das ist mir selber irgendwann aufgefallen und darum habe ich zur Plattenfirma gesagt: Bitt’schön, machen wir "Da oben #16". Das ist auch praktisch für die Zukunft, dann brauch ich nicht immer zurückrechnen wie viele Alben ich schon aufgenommen habe (lacht).

Foto: © KOCH Universal

 

 

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