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Oliver Haidt

Auf einen Kaffee

Das ÖMM sprach bei einem Kaffee mit Oliver Haidt offen über gestern, heute und morgen.

Hoch über den Dächern von Graz, am Schlossberg, nahm sich Schlagersänger Oliver Haidt trotz Promotion-Tour-Stress für seinen neuen Silberling "Geradeaus ins Glück" Zeit für eine Plauderstunde. "Ich läute mit dieser CD eine neue Ära ein", stellt der Steirer auf der sonnigen Terrasse gleich eingangs fest. Er sei mit seinen Songs einen Schritt weiter gegangen und moderner geworden, spräche Themen direkter an, und möchte zwar seine treuen Fans bedienen, dennoch aber auch ein neues Publikum ansprechen. "Das junge Team meiner Plattenfirma Universal Music gibt mir dabei starke Rückendeckung und beflügelt mich sehr", lobt Haidt das positive Feedback. Die Erinnerungen auf dem Weg ins Glück gehen an erste Begegnungen vor vielen Jahren zurück. Oliver Haidt erzählt uns von seinen Schulkolleginnen, die ihn damals noch wegen seiner Affinität zum deutschen Schlager ausgelacht hätten. "Später dann haben es dieselben Mädels geliebt, in der Disco zu meinen Hits zu tanzen", schmunzelt der Künstler. "Und ich kann mit Stolz sagen, dass ich Schlagersänger bin, denn jetzt ist das einfach cool – keine Party ohne Schlager." Bereits 1998 nahm der Sänger beim bislang einzigen Wettbewerb "Grand Prix des Schlagers" teil, und wurde mit dem Titel "Ich denk an Rhodos" überraschend Sieger, was einen bedeutenden Punkt in seiner Karriere markiert.

Natürlich ist Oliver Haidt älter geworden – seine Musik jedoch peppiger und rockiger. "Das Album enthält authentische Geschichten aus dem Leben", so der 34-Jährige,  der seine Songs generationenübergreifend machen möchte. Doch was kann den anscheinend ewigen Sunnyboy eigentlich traurig machen? "Eine neue, abgestumpfte Generation", kommt prompt die Antwort. Zum Weinen könne ihn jedoch auch ein emotionaler Moment bringen – Glück und Dankbarkeit für die Gesundheit. Was einmal mehr den am Boden gebliebenen Menschen Oliver Haidt zeigt. Und was bringt ihn richtig zum Lachen? "Wirklich gute Kabarettisten wie der Michael Niavarani etwa." Unter den Kollegen im mittlerweile recht harten Schlager-Business hat Haidt jedoch keine Favoriten: "Jeder macht die Sache auf seine Art und hat seinen Stil – Hauptsache die Menschen haben Spaß", so Oliver. Dankbar sei er jedoch dafür, dass er auf seinem kerzengeraden Weg etwa Größen wie Dieter Thomas Heck kennenlernen durfte. Auch als Produzent und Entdecker von Bands wie Steirerbluat hat sich Oliver Haidt bereits einen Namen gemacht. Selbst als Hit-Schreiber hat er sich profiliert – mit dem von ihm verfassten Song "I will leben" feierte DJ Ötzi Erfolge. Einen mindestens ebenso großen darf man Oliver Haidt selbst und seinem neuen Silberling für den weiteren Weg herzlichst wünschen!

Foto: © Manfred Esser

 

 

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