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Charly Brunner

Nur niemals aufgeben

Charly Brunner hat an sich und an den Erfolg geglaubt, nun startet er als Solokünstler wieder durch.

Der Glaube kann sprichwörtlich ganze Berge versetzen, deshalb hat der steirische Erfolgsmusiker Charly Brunner diesen auch niemals aufgegeben. Weder den Glauben an sich selbst und seine Chancen nach dem Aus von Brunner & Brunner im Musikgeschäft als Solointerpret Fuß fassen zu können, noch an die große Liebe. Schon in der Schulzeit als der Grazer zweimal sitzen blieb, machte sich der gebürtige Karl Brunner keine Sorgen um seine Zukunft, denn er wollte ohnehin Musiker werden. Er behielt recht und stürmte gemeinsam mit seinem Bruder Jogl unter dem Namen "Brunner & Brunner" die Charts. Insgesamt gingen sieben Millionen Alben über die Ladentische, außerdem gewann das Duo den deutschen Musikpreis Echo, den österreichischen Amadeus sowie zehnmal die Goldene Stimmgabel. Und dann sollte Anfang 2011 plötzlich alles vorbei sein?

"Es war der richtige Zeitpunkt Brunner & Brunner aufzulösen. Der richtige Zeitpunkt ist bei Brüdern der, zu dem man sich noch in die Augen schauen kann und jeder für sich weiß, dass es nie dazu kommen darf dem Publikum eine heile Brüderwelt vorzuspielen. Was die musikalischen Ziele und Vorstellungen betrifft, hatte jeder für sich schlichtweg andere Vorstellungen entwickelt und es ist legitim diese auch umsetzen zu wollen", erzählt Charly ausführlich. Dass dieses Ende auch das Ende seiner musikalischen Karriere sein könnte, daran glaubte der 57-Jährige allerdings nie. "Nein, für mich war klar, dass nach Brunner & Brunner automatisch vor Charly Brunner bedeutet."

Also begab sich der Musiker sofort ins Studio, um dort seine zweite Karriere zu planen und schon einmal die ersten Steine ins Rollen zu bringen – so ein Berg besteht ja bekanntlich aus relativ vielen. Mit seinem Freund und langjährigen Kollegen Andreas Martin fand Charly Brunner rasch einen ersten Verbündeten. Ohne eine Plattenfirma im Rücken und ohne das Wissen, ob die Fans von Brunner & Brunner auch dem Solo-Charly die Treue halten würden, glaubte der Steirer an sich selbst und produzierte gleich ein ganzes Album, ließ Fotos schießen und ein Cover erstellen. "Ich habe mir vorgenommen alles fix und fertig zu machen, denn ich wollte nicht, dass ich von irgendeiner Seite beeinflusst werde." Erst dann ging er auf Labelsuche und wurde in München bei Ariola/Sony Music fündig. Seit März ist "Ich glaub‘ an die Liebe" nun bereits erhältlich und in Deutschland und Österreich ein Riesenerfolg. Das "Glauben" hat sich also bezahlt gemacht.

Foto: © Manfred Esser

 

 

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