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Gregor Glanz

Selbst ist der Mann

Bereits seit den neunziger Jahren macht Gregor Glanz Musik, doch dafür selbst verantwortlich ist er erst jetzt.

Gregor Glanz wusste eigentlich schon immer was er wollte, konnte seine Vorstellungen allerdings bislang nur bedingt umsetzten, da er immer auf andere angewiesen war. Damit ist nun jedoch endlich Schluss, denn sein kommendes Album "5 nach 8" hat der Sänger erstmals in Eigenregie produziert. Mit einem festen Gedanken ging Glanz ins Aufnahmestudio und ließ sich von diesem auch nicht mehr abbringen. Er wollte eine Platte voller traditioneller Unterhaltungsmusik, die die ZuhörerInnen an Größen wie Peter Alexander, Frank Sinatra, Sammy Davis Jr. oder Dean Martin erinnern solle. Texte und Melodien, die nicht für den schnelllebigen Alltag gedacht sind und daher auch nicht zwischen Tür und Angel entstanden sind. "Musik muss atmen. Dafür muss man sich Zeit nehmen. Razz fazz geht es nicht, sondern immer Schritt für Schritt und so gehe ich meinen Weg", erzählt der Sänger. Ein Weg, der von zahlreichen Hindernissen und Abzweigungen geprägt war, ein "harter Weg" wie der Sänger selbst sagt.

So stand der gebürtige Innsbrucker vor seiner Karriere als Gregor Glanz beispielsweise für die Rockband "Ozon" auf der Bühne. Dabei handelt es sich um die Band von Schürzenjäger-Sohn Alfred Eberharter Junior, in die er über eine Annonce in einem Regionalblatt gekommen war. Als sich Alfred entschied der Gruppe seines Vaters beizutreten, wurde Ozon aufgelöst. Glanz versuchte sich daraufhin mehrere Jahre unter dem Künstlernamen Bernie Bennings. Anstelle von röhrenden Rockgitarren, tönten plötzlich Schlagerklänge aus den Lautsprechern. "Mich hat immer schon jeder Musikstil interessiert. Rock, Pop, Schlager, Musical – die Hauptsache war, dass ich auf der Bühne singen konnte". Er veröffentlichte mehrere erfolglose Singles und das Album "Startfrei" (2001). Außerdem tourte er als Elvis um die Welt und durfte die größten Hits des "King of Rock’n’Roll" sogar in dessen zweiter Heimat Las Vegas nachsingen. "Eigentlich war das eine Wette die in einer feuchtfröhlichen Grillrunde geboren wurde. Da ging es darum irrwitzige Pläne umzusetzen und ich hab ganz goschert gesagt, ich will einmal in Las Vegas auftreten. Nicht einfach nur da singen dürfen sondern ein bezahltes Engagement haben." Nachdem er dieses Ziel erreicht hatte, wurde aus dem Sänger langsam, aber sicher der Gregor Glanz, der er heute ist: Ein Unterhalter mit eigenem, unverkennbarem Stil.

Foto: © Koch / Universal Music

 

 

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