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Die Ladiner

Geschichten aus dem Leben

Das Südtiroler Erfolgsduo zeigt auf seinem neuesten Album die Schattenseite der Ladiner.

Anfang Oktober fand in der Heimat von Otto und Johann das heurige Ladinerfest statt. Fans aus allen Herren Länder waren nach Runggaditsch gekommen, um in der kleinen Gemeinde im Grödnertal, zwischen den schneebedeckten Bergspitzen der Dolomiten, das musikalische Schaffen der beiden Volksmusikanten zu feiern. Seit 2002 machen der Holzschnitzer und der LKW-Fahrer nun schon gemeinsam Musik und veranstalteten in jedem Bestehungsjahr ein Fest. Über die Jahre wurden es immer mehr Leute und das Interesse an den beiden Südtirolern und ihrer Region so groß, dass das diesjährige Ladinerfest sogar drei ganze Tage dauerte. Es wurde gewandert, gegessen, getrunken, geplaudert und selbstverständlich auch musiziert. Außerdem gab es von den Ladinern völlig neue Lieder zu hören, denn das Duo präsentierte im Rahmen des Konzertabends auch gleich seine brandneue CD.

Zweieinhalb Jahre mussten Fans auf neues Material warten, so lange wie nie zuvor – in der Vergangenheit veröffentlichten die Ladiner in manchen Jahren sogar zwei Alben. Diesmal dauerte es jedoch etwas länger, denn die neue Platte der beiden ist eine sehr persönliche geworden. "Was wir besingen, haben wir selbst erlebt und gefühlt, beziehungsweise Verwandte von uns und Freunde", so Johann. Vor allem die eigene Familie spielt auf dem Album eine große Rolle wie schon sein Titel zeigt. "Wenn die Eltern von uns gehen" ist gleichzeitig auch der Name eines Liedes, das ein Andenken an Johanns, vor zwei Jahren mit 88 Jahren verstorbenen Vater ist. Auch an die Mama wird in einem Song gedacht und an das Heimweh wenn sie auf Tournee sind. Im traurigsten Lied der Platte geht es sogar um Kindestod ("Ninna nanna für die Ewigkeit"). Nicht fröhlich, aber sehr bewegend und authentisch. "Es sind wahre Geschichten aus dem Leben", sagen die zwei.

Foto: © Pressefoto

 

 

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