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Willi Gabalier

Liebling der Monate September/Oktober 2014

Das Grazer Multitalent bleibt weiterhin auf der Gesangsschiene, möchte aber weder in die Tänzer- noch in die Sänger-Schublade gesteckt werden.

Als wir das letzte Mal über den älteren Bruder von VolksRock’n’Roller Andreas Gabalier berichteten, war er gerade dabei seine Musikkarriere wiederzubeleben. Willi hat bekanntlich schon 2012 eine CD veröffentlicht, dem Tanzparkett gegenüber den Bühnenbrettern dann aber doch den Vorzug gegeben. Durch seine Teilnahme in der ORF-Show "Dancing Stars" erlangte der Grazer schließlich überregionale Bekanntheit, dass sein populärer Nachname dabei auch eine gewisse Rolle gespielt hat, will er gar nicht abstreiten. "Es ist ein zweischneidiges Schwert. Manchmal ist es leichter, das muss ich auch einfach sagen, weil einen die Leute schon kennen. Manchmal ist es aber auch schwerer, weil, wenn dann nicht alles sofort in Superlativen geschieht, wird man gleich als ‚Loser‘ abgestempelt", erklärt Willi Gabalier. Und beinahe wäre ihm das tatsächlich auch passiert: Nach zwei erfolgreichen Staffeln wurde der 32-Jährige am Küniglberg ausgemustert – angeblich aufgrund seiner geringen Körpergröße – und seine von uns im Frühjahr angekündigte Single "Im weißen Rössl am Wolfgangsee" wurde ebenfalls nicht zum erhofften Hit.

Mit seiner Grazer Tanzschule und den Renovierarbeiten an seinem Bauernhof hatte Willi Gabalier aber auch ohne ORF-Show genug zu tun. "Mir wird nicht fad", so der Steirer. Das Singen sei für ihn ohnedies mehr Leidenschaft und grundsätzlich gar nicht für die große Bühne ausgelegt gewesen. "Ich hab eigentlich schon lange Musik gemacht, aber jetzt nicht so für ein großes Publikum. Ich hab‘ mir gedacht, für‘s Tanzen braucht man immer Musik und dann ist es gut, wenn man sich die einfach auch selber machen kann", erklärte Gabalier im Interview mit RTL. "Tanzen, singen und moderieren – als Entertainer muss man einfach alles können. Mir macht es einfach Spaß, die Menschen zu unterhalten. Nicht mehr, aber bitte auch nicht weniger." Dass Willi Gabalier dafür ein großes Talent besitzt, hat nach der ORF-Absage der deutsche Fernsehsender RTL erkannt und den Entertainer kurzerhand für sein Format "Let’s Dance" engagiert. Mit der ehemaligen, deutschen Eiskunstläuferin Tanja Szewczenko tanzte er bis ins Finale, belegte dort den zweiten Platz und steigerte seinen Bekanntheitsgrad in Deutschland um ein Vielfaches. Seither läuft es bei Willi Gabalier wieder richtig rund, seine Bühnenshow "Tanzlust – darf ich bitten ..!" feierte heuer auf dem Donauinselfest eine erfolgreiche Premiere und auch auf die Gesangsschiene hat er nicht vergessen. In Hamburg produzierte er kürzlich eine Neuauflage des Tony Holiday-Klassikers "Tanze Samba mit mir". "Im Großen und Ganzen darf ich mich also nicht beschweren", lächelt Gabalier.

Foto: © RTL

 

 

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