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Heino

Schwarzer Enzian

Der Nachfolger zu "Mit freundlichen Grüßen" ist noch gewagter. Wir haben alle Infos zum ersten Metal-Album des Schlagerstars.

Der Fürst der Finsternis hat einen neuen Beinamen: Heino. Oder war es doch umgekehrt? Egal. Der deutsche Schlagerstar, der über Jahrzehnte als braver Sänger erfolgreich war, lässt es nach seinem 2013er Album "Mit freundlichen Grüßen" weiterhin krachen. Vor zwei Jahren hatte Heino die Idee ein Coveralbum aufzunehmen, dessen Liedergut sich nicht aus bekannten Schlagern oder Evergreens zusammensetzen sollte, sondern aus Hits verschiedener deutscher Künstler, wie den Fantastischen Vier, den Ärzten oder Nena. Für Diskussionsstoff und den letztendlichen Erfolg der Platte sorgten allerdings die Nummern zwei anderer Acts, denn Heino ließ es sich nicht nehmen auch die Songs "Augen auf" und "Sonne" der beiden extremen Metal-Rockbands Oomph! und Rammstein zu covern. Für diesen gewagten Schritt anfänglich noch verschmäht, verstummten die Kritiker spätestens nach der ersten Verkaufswoche, denn das Coveralbum stieg in Deutschland auf Platz eins und in Österreich auf Platz sechs der Charts ein und wurde damit zu Heinos erfolgreichster LP.

Auch die Rockszene schloss den "Schlager-Opa" überraschend schnell ins Herz. Rammstein waren von Heino sogar so begeistert, dass sie ihn vor zwei Jahren auf das weltgrößte Metal-Festival, das Wacken, einluden, um dort mit ihm vor 70.000 Rockfans aufzutreten. Seither ist Heino in die harte Musikrichtung regelrecht verliebt. Doch das war offenbar erst der Anfang, denn der (ehemalige) Schlagerbarde hat mit "Schwarz blüht der Enzian" sein bis dato düsterstes und härtestes Album seiner Karriere veröffentlicht. Dreizehn seiner bekanntesten Liederin nagelneuem Rock-Gewand. "Ich werde im Dezember 76 Jahre alt, jetzt ist der Kuschelkurs vorbei – ich haue nochmal richtig auf die Pauke!", so Heino.

Foto: © Pressefoto

 

 

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