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Dominik Ofner & Die Band

Familienbetrieb

2014 war für Dominik Ofner ein spannendes Jahr, er wurde Vater, trennte sich von seiner Plattenfirma und holte sich eine Band an seine Seite. Nach der letztjährigen Debütsingle der fünfköpfigen Gruppe, ist mit "Neuland" kürzlich auch das erste Album von Dominik Ofner & Die Band erschienen. Kurz davor hat uns der Frontmann in der ÖMM-Redaktion besucht.

ÖMM: Dominik, du hast keine große Plattenfirma mehr, dafür aber vier Bandkollegen. Wie fühlt sich das an?

Dominik Ofner: Gut. Mittlerweile machen wir wirklich alles selber, das Management, das Booking, die Homepage- und Facebook-Betreuung, meine Frau macht die Buchhaltung, unser Keyboarder Dominik hat die ganze CD produziert, bei kleineren Clubauftritten machen wir die Technik selbst… es ist also ein richtiger Familienbetrieb.

ÖMM: Wie wichtig ist es dir eine eigene Band zu haben?

Dominik Ofner: Sony wäre es lieber gewesen wenn ich alleine geblieben wäre. Ich habe aber gesagt, dass ich ausschließlich mit Band spielen will, weil es für mich nicht anders geht. Ich kann ohne Band auf der Bühne nicht das geben was ich will. Wenn man sich unsere Konzerte anschaut… wir spielen drei Stunden und in dieser Zeit ist wirklich alles dabei, wie bei einem Rockkonzert. Ich mache jetzt das, was ich eigentlich eh schon immer wollte. Meine erste Single "a Wahnsinn mit dir" (2011) war ja sehr rockig produziert und jetzt haben wir bei der Nummer angeknüpft. Die ganze neue CD ist also so wie ich schon immer war, eher Rock’n’Roll. Dementsprechend sind auch unsere Konzerte eher wie Rockkonzert aufgezogen, da gibt es dann schon mal ein dreiminütiges Schlagzeug- oder E-Gitarren-Solo.

ÖMM: Eines davon hat es sogar auf die CD geschafft...

Dominik Ofner: Ja, als Bonusmaterial ist das Schlagzeug-Solo von unserem letztjährigen "Hamspü" in Bärnbach oben. Das war einfach so geil, das mussten wir hinaufgeben. Außerdem haben wir uns gedacht: das wäre sicher witzig und wahrscheinlich hat das sonst noch keiner, ein komplettes Studioalbum und als letzten Song ein Live-Schlagzeug-Solo (lacht).

ÖMM: Wie würdest du ansonsten das neue Album "Neuland" beschreiben?

Dominik Ofner: Abwechslungsreich. Die CD beginnt mit dem Introjodler, der klingt nach Radio Steiermark um acht Uhr abends und die zweite Nummer ist dann gleich voll die Rock-Metalnummer, ganz schnell mit 180 Vollgas drüberg‘fahren, mit Doublebass, Vollstoff (lacht).

ÖMM: Was kann man sich von deinen Texten erwarten?

Dominik Ofner: Ich singe über die ganz "normale" Arbeitswelt, Arbeiterklasse sozusagen. Ich gehe ja selbst mittlerweile wieder nebenbei im Lager hackeln und schmeiß‘ dort die Paletten durch die Gegend (lacht). Arbeiten, daheim, Vater bin ich geworden, Musik, also ziemlich stressig. Das merkt man auch auf der CD, es gibt viele Lieder aus dem Alltag, die teilweise auch autobiografisch sind. Klar gibt es auch ein paar Kitschlieder über die Liebe, aber es gibt dafür diesmal auch eines übers Schlussmachen (lacht).

ÖMM: Abschließend: Ihr habt im Frühjahr auf Einladung des Bundesheeres auch im Kosovo gespielt. Wie war diese Erfahrung für dich?

Dominik Ofner: Das war sehr cool, ich war schon zum zweiten Mal unten, da ich schon einmal mit der Tanzmusik dort war, aber diesmal erstmals mit der eigenen Band. Wir waren drei Tage unten, haben viel gesehen und die Leute waren so begeistert obwohl es international war. Schweizer, Italiener, Amerikaner, Deutsche und allen hat es so gut gefallen, dass wir nächstes Jahr wahrscheinlich wieder etwas machen werden. Da ist jetzt auch eine gute Freundschaft zum Bundesheer entstanden, zum Konzert nach der CD-Präsentation kommen beispielsweise einige mit. Wir haben schon fast einen Bundesheer-Fanclub…

ÖMM: Hast du denn gedient?

Dominik Ofner: Ich bin der einzige aus der Band (lacht). Ich war Jäger in St. Michael und zum Ende hin dann noch Fahrer in Gablenz. War eine lustige Zeit und ich wollte sogar bleiben, aber wegen der Musik und den ganzen Prüfungen (lacht) hab‘ ich mich dann dagegen entschieden…

Foto: © Pressefoto

 

 

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